Mobile Computing mit Laptop, Smartphone und Tablet
An einen einzigen Büro-Arbeitsplatz "gefesselt" ist heutzutage fast niemand mehr: In zahlreichen Berufen ist es üblich, unterwegs nicht nur per Handy, sondern auch per E-Mail, Smartphone-Messenger oder Business-Messenger erreichbar zu sein. Auch der mobile Zugriff aufs Firmen-Netzwerk, beispielsweise per VPN, ist schon seit Jahren üblich.
Darüber hinaus hat sich das Arbeiten im Homeoffice in den vergangenen Jahren mehr und mehr etabliert. Hierfür bekommt der Arbeitnehmer die Hardware manchmal vom Arbeitgeber gestellt, insbesondere Selbständige und Freiberufler müssen sich darum aber selbst kümmern. Hinzu kommt, dass in den vergangenen Jahren die strikte Trennung zwischen Arbeits- und Privat-Gerät zunehmend aufgehoben wurde. Mit demselben Gerät, mit dem man tagsüber gearbeitet hat, schaut man nach Feierabend Filme und Serien oder hört Musik.
Wir geben daher einmal einen kurzen Überblick, welche Möglichkeiten es für das mobile Arbeiten gibt.
Laptop - perfekt für Produktivität
Seit Jahren ist der Laptop für viele das Maß der Dinge beim Arbeiten. Er verfügt mit Windows, macOS oder Linux über ein ausgefeiltes Betriebssystem, hat meist eine hohe Rechenleistung, viel Speicherplatz und ist dank der eingebauten Tastatur perfekt für Office-Anwendungen, Musik- und Video-Bearbeitung und das Arbeiten mit spezieller Branchen-Software. Wer hauptsächlich mit Internet-Diensten arbeitet, kann auch ein Chromebook in Erwägung ziehen. Ein Beispiel sind webbasierte Office-Dienste von Google, Microsoft und anderen.
Aufgrund des starken Akkus halten viele Laptops heutzutage locker 8 bis 12 Stunden ohne Steckdose durch. Das Display kann entweder fest verbunden, dreh- und schwenkbar oder abnehmbar sein (Convertible), wer etwas mehr investiert, erhält einen Laptop mit Touchscreen. Außerdem hat der Laptop Anschlussmöglichkeiten für externe Geräte, die Tablets und Smartphones meist nicht bieten.
Selbst ultraflache Laptops wie beispielsweise das Apple Macbook Air haben aber stets eine gewisse Größe und ein gewisses Gewicht und sind daher nicht für alle Anwender die erste Wahl.
Mobile Computing mit Laptop, Smartphone und Tablet
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Tablet - mit oder ohne Tastatur
Bei Tablets gibt es nach wie vor günstige Geräte, die eher für Medienkonsum und weniger fürs produktive Arbeiten geeignet sind. Tablets mit Windows waren von Anfang an fürs produktive Arbeiten gedacht, oft sind sie mit Docking-Tastatur erhältlich und bieten echte USB-Ports zum Anschluss externer Speichermedien und Geräte.
Das Apple iPad (ursprünglich mit iOS) war in der Anfangszeit auch eher ein Multimedia-Tablet, inzwischen gibt es aber ebenfalls iPads mit starker Rechenleistung und Docking-Tastatur. Die Ambitionen, das iPad als echtes Arbeitstier zu positionieren, unterstreicht Apple seit einigen Jahren mit dem eigenen iPad-Betriebssystem iPadOS, das besser fürs produktive Arbeiten geeignet ist.
Android-Tablets haben nach wie vor den Ruf, eher fürs Surfen im Internet und zum Anschauen von Filmen und Serien geeignet zu sein. Mit einem leistungsstarken Prozessor, einer externen Tastatur und Office-Apps (z. B. von Microsoft oder Libre) ist aber auch ein Android-Tablet eine fast vollwertige Laptop-Alternative.
Phablets und Smartphones mit PC-Verbindung
Smartphones waren aufgrund ihrer Größe und schwachen Rechenleistung lange nur fürs Telefonieren, Messenger, das mobile Internet und Apps geeignet. Doch das hat sich in mehrfacher Hinsicht geändert.
Erstens ist die Display-Diagonale der Smartphones kontinuierlich gewachsen und die Displays haben qualitativ enorme Fortschritte gemacht. Mit einer Display-Diagonale zwischen 6 und 7 Zoll sind Phablets (also Smartphones mit einer Display-Diagonale knapp unter 7-Zoll-Tablets) auch für die Bearbeitung von Office-Dokumenten unterwegs geeignet. Die Zukunft könnten faltbare Smartphones sein, die es bereits seit einigen Jahren auf dem Markt gibt. Zweitens spendieren die Smartphone-Hersteller ihren Flaggschiff-Geräten heutzutage so starke Prozessoren und Grafik-Einheiten, dass mit diesen Geräten mühelos Videoschnitt und 3D-Rendering möglich ist.
Mobile Betriebssysteme und diverse Apps erlauben heutzutage durch die Synchronisation über Online-Speicher einen direkten und sofortigen Wechsel zwischen verschiedenen Geräten. Ein auf dem Laptop begonnenes Office-Dokument kann also nahtlos unterwegs auf dem Smartphone weiterbearbeitet werden. Und mit Hilfe von Docking-Kabeln ist es möglich, Smartphones mit Monitor, Tastatur und Maus zu verbinden, was ebenfalls sofortiges Weiterarbeiten ermöglicht. Die mobilen Betriebssysteme passen sich in diesem Fall dann optisch auch nahtlos dem veränderten Einsatzbereich an.
Das richtige Betriebssystem
Früher war die Wahl des Betriebssystems oft stark abhängig davon, welche Software man für die Arbeit benötigt. Das ist heutzutage weniger ein Entscheidungskriterium, da viele Programme für alle Plattformen oder sogar als Web-Dienst im Browser bereitstehen.
Wer bereits im Apple-Universum unterwegs ist, tut gut daran, mit macOS, iOS und iPadOS weiterzuarbeiten, da die Apple-Geräte eine sehr gute Kompatibilität untereinander haben. Wer immer noch viel Software lokal installieren muss, sollte nach wie vor Windows in Betracht ziehen, da Windows immer noch das Betriebssystem ist, für das es am meisten kostenlose Programme gibt.
Auch Android gehört zu den Systemen, das eine sehr große Zahl von Gratis-Apps bietet und technisch nicht so stark geschlossen ist wie die Apple-Systeme. Auch wer bereits viel mit Google-Diensten arbeitet, ist bei Android und ChromeOS richtig. Linux empfiehlt sich überwiegend für Anwender, die sehr viel programmieren oder Netzwerke administrieren oder bei ihrer Arbeit auf sehr hohe Sicherheit Wert legen müssen.
So kommen Sie ins mobile Internet
Unterwegs ohne Internet zu arbeiten, ist in fast allen Bereichen inzwischen unmöglich. WLAN ist heutzutage kostenlos oder kostenpflichtig an vielen öffentlichen Orten, Cafés, Restaurants, Hotels oder im öffentlichen Nahverkehr verfügbar. In einer Übersicht haben wir Kosten und Konditionen ausgewählter WLAN-Hotspot-Anbieter aufgelistet. Das Problem dabei: Nicht immer sind die WLAN-Hotspots gut abgesichert. Stellt das eigene Unternehmen kein VPN bereit, sollte man beim Abruf oder Versand sensibler Informationen über öffentliche WLAN-Netze über einen anderen VPN-Anbieter surfen.
In den meisten Regionen Deutschland ist das mobile Internet über LTE so gut ausgebaut, dass es problemlos zum mobilen Arbeiten verwendet werden kann. In zahlreichen Regionen ist inzwischen der noch schnellere LTE-Nachfolger 5G verfügbar.
Alle LTE- und 5G-Tarife finden Sie in unserem Tarifvergleich für mobiles Internet. Mit einer derartigen SIM-Karte im Smartphone können Sie über Tethering einen mobilen Hotspot kreieren oder hierfür einen mobilen Router nutzen. Zahlreiche Tablets und sogar ausgewählte Laptops haben ebenfalls einen SIM-Kartenslot oder setzen bereits auf die elektronische Variante der SIM-Karte, die eSIM.
Cloud-Dienste statt Software-Installation
Wie oben bereits gesagt: Zahlreiche bekannte Software-Hersteller wie Adobe oder Microsoft haben sich weitestgehend davon verabschiedet, ihre Anwendungssoftware zur lokalen Installation bereitszustellen und bieten diese stattdessen im Abonnement als Internet-Dienst an. Man spricht dann von Cloud Computing.
Viele Cloud-basierte Internet-Dienste sind aber mit dem Smartphone-Browser eher umständlich zu bedienen, stattdessen bieten die Diensteanbieter Apps für Android und iOS an. Auch hier ist es so, dass die Abrechnung kostenpflichtiger Dienste dann einnmalig über einen In-App-Kauf erfolgt oder über ein monatliches Abonnement.
Für Business-Kunden haben die Telekommunikations-Anbieter spezielle Tarife für Handy und Internet parat. Darüber hinaus informieren wir Sie über Konferenz-Lösungen, Business-Messenger, Fax-Alternativen und mehr auf unserer speziellen Business-Übersichtsseite.
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